Espresso, Ristretto, Lungo – Was denn jetzt?

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Espresso, Lungo, Ristretto – Kaffee Namen, die man auf der Karte des Lieblingscafés bestimmt schon einmal gelesen hat. Espresso ist jedem ein Begriff, aber bei Lungo und Ristretto hört das Wissen dann bei den meisten schon auf. Aber keine Angst – we got you! Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Zubereitung – hier findest du alles, was du wissen musst.

Espresso Ristretto Lungo

Espresso

Der Espresso ist der Klassiker unter den Klassikern. Die Zubereitungsart des Espresso entstand um 1900 in Mailand. Heutzutage greifen viele von uns zum Espresso, wenn das kleine Mittagstief nach dem Mittagessen eintritt. Oft als Wachmacher bezeichnet, enthält der Espresso aber gegen alle Mythen nicht mehr Koffein als der normale Filterkaffee. Ein Espresso enthält teilweise sogar weniger Koffein als eine herkömmliche Tasse Filterkaffee. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Tassengrößen.

Was macht aber einen guten Espresso aus? Einen guten Espresso erkennt man an 3 Merkmalen: 

  • Farbe,
  • Geschmack,
  • Temperatur

Ins Auge fällt als erstes die 2-3mm hohe, Haselnuss farbige und sehr dichte Creme. Geschmacklich fällt ein guter Espresso durch einen kräftigen, aromatischen Geschmack auf. Er zeichnet sich durch das typische Röstaroma, welches durch den Röstprozess entsteht, aus. Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Denn durch Wärme wird eine höhere Konzentration an Geruchsstoffen freigesetzt.

Kaffeespezialität Espresso Udo

Ristretto

Ein Ristretto ist im Grunde genommen nichts anderes als ein stark gepresster Espresso.  Im Vergleich zu den anderen beiden ist der Ristretto also die stärkste Kaffeespezialität. Zubereitet wird er fast genauso wie ein typischer Espresso, jedoch mit einer geringeren Wassermenge. Statt den ca. 30 - 40 ml Wasser, die üblicherweise genutzt werden, verwendet man bei der Zubereitung eines Ristrettos nur ca. 15 – 20 ml Wasser. Die Folge der geringen Wassermenge ist der kräftige und geschmacksintensivere Geschmack. Auch die Durchlaufzeit wird im Vergleich zu einem Espresso um fast die Hälfte verkürzt. Dadurch wird die Kontaktzeit mit dem Kaffeemehl verringert und es werden weniger Bitterstoffe freigesetzt. Wer den normalen Espresso also zu bitter im Geschmack findet, sollte dem Ristretto auf jeden Fall eine Chance geben.

Lungo

Lungo bedeutet „lang“ bzw. verlängert und stellt die Mildeste der drei Kaffeespezialitäten dar. Er braucht, genau wie der Espresso und Ristretto, ca. 5-8g Kaffeemehl für die Zubereitung. Der kleine Unterschied ist jedoch die Menge des Wassers. Für den Lungo wird eine doppelt so hohe Menge an Wasser benötigt wie für die anderen beiden Spezialitäten, nämlich ca. 80 – 110 ml. Durch die höhere Wassermenge ist der Lungo nicht so stark und intensiv im Geschmack und enthält durch die längere Kontaktzeit deutlich mehr Bitterstoffe. Der Lungo ist die perfekte Wahl für alle Kaffeeliebhaber, denen ein normaler Kaffee nicht die nötige Power bringt – der Espresso aber zu stark ist.

Espresso, Ristretto, Lungo: Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Was alle drei gemeinsam haben, ist die Menge des Kaffeemehl. Die liegt sowohl bei dem Espresso, als auch dem Ristretto und Lungo zwischen 5 und 8 Gramm. Auch zählen sie alle zu Espresso-Varianten, da sie alle auf dem Espresso basieren. Der größte Unterschied der drei Kaffeespezialitäten liegt wohl in der Menge des Wassers, was für die Zubereitung verwendet wird.

Doppelter Ristretto, Americano: Weitere Varianten der Espresso-Spezialitäten

Neben den Espresso Varianten Ristretto und Lungo gibt es auch hier noch weitere Abwandlungen. Hierzu gehört zum Beispiel der Doppelte Ristretto, der einfach mit der doppelten Menge Kaffeemehl zubereitet wird. Eine weitere Variante ist der Americano. Während der Lungo die doppelte Wassermenge eines Espresso hat, wird der Espresso bei einem Americano einfach mit heißem Wasser „verlängert“. Je nach gewünschter Intensität darf es mehr oder weniger Wasser sein.