Dürfen wir vorstellen? Das ist Airpaq!

Carina durfte mit den Gründern von Airpaq sprechen und dabei kam ein Interview über deren spannendes und nachhaltiges Unternehmen heraus. Dieses wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Lesen!

Carina: Hi Adrian und Michael! Cool, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um uns etwas über euer nachhaltiges Unternehmen Airpaq zu erzählen. Aber eins nach dem anderen: Stellt euch doch bitte einmal kurz und knackig vor.

Adrian: Hallo, wir sind Adrian Goosses und Michael Widmann und zusammen sind wir Airpag. Wir machen aus Autoschrott modische Rucksäcke und Accessoires. Genauer gesagt verwenden wir Airbag-Ausschussware und Sitzgurte und Gurtschlösser vom Schrottplatz.

Gründer Airpaq

Carina: Und warum nutzt ihr ausgerechnet Automobil-Zubehörteile zum Upcycling? Wie kamt ihr auf die Idee?

Michael: Die Idee kam uns während unseres gemeinsamen Studiums "Strategic Entrepreneurship" in Rotterdam. Für ein Projekt suchten wir auf einem Schrottplatz nach Inspirationen. Ein aufgeblasener Airbag hat uns sofort an die Form eines Rucksacks erinnert. Für 15 Euro konnten wir damals zwei Airbags, Anschnallgurte und Gurtschlösser mitnehmen. Ohne jegliche Näh- und Designkenntnisse entwickelten wir dann zahlreiche Prototypen und gründeten nach unserem Abschluss 2017 die Airpaq UG. Mittlerweile verwenden wir keine Airbags von Schrottplätzen mehr, sondern aussortiere Airbags eines großen Herstellers. Durch die strengen Anforderungen an Airbags entsteht sehr viel Ausschussware, die ansonsten nur in der Verbrennungsanlage landen würde.

Carina: Ach das ist ja witzig! Mir kam die Idee des Udo Mehrwegdeckels auch während des Studiums... hat sich also doch gelohnt :) 

Was waren dann die größten Hindernisse in eurer Gründungszeit?

Nochmal Michael: Es gab so viel zu tun, um Airpaq auf den Markt zu bringen. Wir mussten offiziell ein Unternehmen gründen, verlässliche Quellen für unsere Materialien suchen, die Prototypen finalisieren und professionalisieren, einen erfahrenen und passenden Produktionspartner finden, eine Webseite erstellen, Content kreieren. Kurz gesagt: Die Liste war endlos.
Viele Sachen muss man auch erst lernen: So zum Beispiel, dass das Thema Nachhaltigkeit nicht in allen Ländern eine gleich wichtige Rolle spielt und somit auch unsere Produkte dort unterschiedlich gut ankommen. In Nord-Europa beschäftigt man sich bereits viel mehr mit dem Thema und das wirkt sich auch auf den Verkauf unserer Produkte aus.

Carina: Apropos andere Länder: Was ist denn die weiteste Wanderung, die Euer Rucksack bereits zurückgelegt hat?

Rucksack Airpaq beim Wandern

Adrian: Ich erinnere mich an eine Kundin, die uns mal ein Foto von sich und ihrem Airpaq Rolltop Biq auf dem Jakobsweg geschickt hat. Das fand ich schon ziemlich sportlich und cool.

-> Falls ihr ein cooles Bild von euch mit eurem Udo habt, dann schickt es mir doch gerne einfach zu (CARINA@UDO-DUO.COM)! Mal schauen, ob wir den Jakobsweg überbieten können :)

Carina: Ihr hattet schon das Thema Nachhaltigkeit angesprochen. Was sind denn eure Top 3 Hacks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag?

Nochmal Adrian: Super cool finde ich die Möglichkeit, Mittagessen in Mehrwegdosen bei seinem Lieblingsrestaurant mitzunehmen. Eine Art Pfandlösung durch Edelstahl- oder Mehrwegboxen gibt es bei vielen Anbietern. Einfach mal nachfragen! In unserem neuen Büro kochen wir jetzt auch häufiger zusammen und sparen so Verpackungsmüll. Ansonsten finde ich Baumwoll-Beutel für den Kauf von Obst und Gemüse ganz gut und natürlich die Mehrwegdeckel von Udo für den Kaffee To-Go in der eigenen Kaffeetasse.

Carina: Ja, den letzen Hack finde ich natürlich auch klasse :) Da passt die nächste Frage perfekt: Wie viele Udo´s passen in einen Airpaq Rucksack?

Michael: Hmm, schwer zu sagen! Also unser Rolltop-Rucksack fasst 21 Liter Volumen. Ich schätze, das wären so etwa 30 Udo´s. Oder mehr?

Carina: Müsste man auf jeden Fall mal ausprobieren! Zum Schluss nochmal eine lustige Story: Erzählt uns doch bitte euren größten Fun Fact aus der Gründungszeit.

Adrian: Die ersten Prototypen haben wir auf einer Nähmaschine von 1880 genäht und tatsächlich ein YouTube Video gefunden, um zu lernen, wie das Ding funktioniert.

Carina: Okay, das war es fast schon wieder. Vielen Dank für das spannende Interview! Eine letzte Frage habe ich allerdings noch: Wann treffen wir uns denn mal auf einen Kaffee?

Michael: Ihr seid jederzeit in unserem Büro willkommen! Wir sitzen ja beide in Köln und sind laut Google Maps nur 20 Minuten mit dem Fahrrad voneinander entfernt :)

Airpaq Fahrrad